Nerventumore
Funktionserhaltende Mikrochirurgie bei peripheren Nerven
Spezialisierte Behandlung von peripheren Nerventumoren
An den peripheren Nerven können gelegentlich Gewebeneubildungen entstehen, von denen die überwiegende Mehrheit vollkommen gutartig ist. Die häufigsten Vertreter sind die sogenannten Schwannome (auch als Neurinome bezeichnet), die sich aus den Zellen der schützenden Hüllschicht der Nervenfasern entwickeln.
Prof. Dr. Megerle ist spezialisiert auf die mikrochirurgische Behandlung dieser Nerventumore an den oberen und unteren Extremitäten (Arme, Hände, Beine und Füße). Durch diese bewusste Spezialisierung auf die Extremitäten stellen wir sicher, dass die hochkomplexe und filigrane chirurgische Planung, die für den optimalen Erhalt von Gefühl und Bewegung Ihrer Gliedmaßen erforderlich ist, absolut im Mittelpunkt Ihrer Behandlung steht.
Der Goldstandard für Schwannome: Mikrochirurgische Enukleation
Das Wachstum eines Nerventumors führt im Verlauf häufig zu lokalen Schwellungen, einer ausgeprägten Druckschmerzhaftigkeit sowie ausstrahlenden neuropathischen Schmerzen, weshalb die chirurgische Entfernung meist die Therapie der Wahl darstellt.
Der absolute Goldstandard bei der Behandlung gutartiger Schwannome ist die sogenannte mikrochirurgische Enukleation. Unter Verwendung spezialisierter Operationsmikroskope öffnet Prof. Dr. Megerle feinstens die äußere Hülle des Nervs, um den Tumor vorsichtig aus dem Inneren herauszuschälen.
Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, setzen wir routinemäßig die intraoperative Neurophysiologie (Nervenstimulation) ein. Dies ermöglicht es uns, einzelne Nervenfasern während der laufenden Operation elektrisch zu testen. So stellen wir sicher, dass gesundes, funktionstragendes Nervengewebe exakt identifiziert und geschont wird, während der Tumor sicher entfernt wird.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Schwannom (Neurinom)?
Ein Schwannom ist ein gutartiger Tumor, der aus den Schwann-Zellen entsteht, welche die schützende Hülle um die peripheren Nerven bilden. Sie sind die häufigste Form gutartiger peripherer Nerventumoren und zeigen sich typischerweise als klar abgegrenzte, abgekapselte Gewächse.
Wie werden periphere Nerventumoren diagnostiziert?
Bei Verdacht auf einen symptomatischen Tumor an einem peripheren Nerven wird eine hochauflösende Ultraschalluntersuchung oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) durchgeführt. Diese fortschrittlichen Bildgebungsverfahren helfen dabei, den Tumor exakt zu lokalisieren und seine genaue Lagebeziehung zu den funktionierenden Nervenfasern darzustellen.
Werde ich nach der Entfernung des Tumors einen Ausfall der Nervenfunktion erleiden?
Das primäre Ziel der chirurgischen Therapie bei einem gutartigen Nerventumor ist die vollständige Entfernung unter maximaler Schonung der motorischen und sensiblen Funktionen. Durch den Einsatz hochvergrößernder Operationsmikroskope und die kontinuierliche Überprüfung mittels intraoperativer Nervenstimulation kann der Tumor präzise vom gesunden, funktionierenden Nervengewebe getrennt werden, sodass dauerhafte Einschränkungen selten sind.
Warum werden Biopsien bei diesen Tumoren im Allgemeinen vermieden?
Geschlossene Biopsien (wie Nadel- oder Stanzbiopsien) werden bei Verdacht auf einen peripheren Nerventumor aufgrund des erheblichen Risikos einer unbeabsichtigten Nervenschädigung in der Regel nicht empfohlen. Stattdessen ist die sorgfältige mikrochirurgische Freilegung das Verfahren der Wahl, um den Nerv maximal zu schützen.